Betriebskindergärten und Verkaufsoffener Sonntag – Guter Austausch zwischen Wirtschaftsbeirat und SPD-Fraktion

Der Geesthachter Wirtschaftsbeirat war am 19. Mai zu Gast bei der SPD-Fraktion. „Die Situation der Geesthachter Wirtschaft infolge der Corona-Pandemie war ein Schwerpunkt. unseres Gesprächs. Aber auch Themen wie ein Einzelhandelskonzept, die angekündigte Vollsperrung der Elbbrücke im Sommer 2022 und Betriebskindergärten beschäftigten uns“, so Petra Burmeister, SPD-Fraktionsvorsitzende.

Paul Apel und Detlef Kruse vom Wirtschaftsbeirat schilderten die aktuelle Situation im Einzelhandel und in der Gastronomie. Diese Branchen leiden auch in Geesthacht besonders stark unter den coronabedingten Einschränkungen. „Wir müssen jetzt ein positives Signal geben, dass sich etwas tut und wir mithelfen, die Einkaufsstraße wieder zu beleben. Deswegen überlegen wir, im September erstmals seit langem wieder einen verkaufsoffenen Sonntag zu veranstalten. Und auch in die Planungen für einen Weihnachtsmarkt möchten wir einsteigen.“ Christine Backs (SPD-Fraktionsvorstand) und Muammer Kazanci (für die SPD im Finanzausschuss) bestärkten die Vertreter des Wirtschaftsbeirats in diesen Überlegungen. „Wenn wir hier politisch unterstützen können, werden wir dies tun. Die Stadt hat immer ihren Anteil zum Gelingen beider Veranstaltungen beigetragen. Wir begrüßen es, wenn mit dem Blick nach vorne und Hygienekonzepten ein verkaufsoffener Sonntag und der Weihnachtsmarkt geplant werden.“

Zum Thema Betriebskindergarten wurden verschiedene Ideen ausgetauscht. Die SPD-Fraktion regte an, über den Zusammenschluss von Unternehmen, z.B. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen eine Betriebs-Kita zu organisieren. Michael Fiebig (SPD, Vorsitzender Sozialausschuss) bot seine Unterstützung für ein Fachgespräch an. Aus seiner Tätigkeit in Hamburg kennt er die Situation der Betriebs-Kita am Bundeswehrkrankenhaus Wandsbek gut.

Beim Thema Brückensperrung waren sich beide Seiten einig, dass WVG und Wirtschaftsbeirat schon viel erreicht haben. So sind inzwischen die Baumaßnahmen in Lauenburg und Geesthacht zeitlich aufeinander abgestimmt. Verschiedene Möglichkeiten für Ergänzungen zu den Umleitungen werden geprüft. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Petra Burmeister appellierte, seitens der Unternehmen auch eine individuelle Unterstützung für die Beschäftigten in den Blick zu nehmen. Als Beispiele nannte sie vorausschauende Urlaubsplanungen und Flexibilität bei den Arbeitszeiten. „Große Sanierungen gehen nicht ohne Beeinträchtigungen. Eine Rund-um-sorglos-Lösung gibt es nicht, aber viele verschiedene Bausteine helfen. So ist es sicher eine gute Idee, ÖPNV-Verbindungen nach Winsen und Lüneburg oder über die Fähre zu verstärken und zu prüfen.“