Wohin mit der Flasche?

Christine Backs und Werner Flindt (beide SPD) am Mülleimer am ZOB.

Aktuell gibt es wenig Gründe, unterwegs ein Getränk zu kaufen und zu trinken. Dies wird aber sicher wieder anders. Und dann landen – nach durchzechter Nacht, beim Ausstieg aus dem Bus, aus dem Kino kommend viele Flaschen und Dosen achtlos im Papierkorb (oder im Grün). Es gibt Menschen, die diese achtlos weggeworfenen Pfandflaschen sammeln. Häufig, weil das Pfandgeld für sie ein kleiner Beitrag zum Lebensunterhalt ist. Unwürdig ist es, wenn sie dann in den Abfallhältern suchen oder wühlen müssen. Deshalb gibt es in vielen Städten an stark frequentierten Plätzen Pfandflaschenhalter an den Mülleimern. Auch Geesthacht hat bereits zwei davon, am ZOB und am Postparkplatz. Die SPD findet, das reicht nicht!

Wir setzen uns dafür ein, dass an weiteren belebten Plätzen und wichtigen Bushaltestellen Pfandringe an den Mülleimern oder besser noch an Straßenlaternen installiert werden. Und dazu soll es einen Aufkleber geben: „Pfand gehört daneben“!!

Deshalb hatte die SPD für mehr Pfandringe bei den Haushaltsberatungen 2.500 Euro beantragt. Damit waren wir erfolgreich! Dieser Betrag reicht aus, um ca. 10-12 Pfandringe zu beschaffen, die z.B. am Menzer-Werft-Platz, am Parkplatz Tesperhude, den Bushaltestellen Worther Weg, Düneberg und Besenhorst montiert werden können.

„Jährlich landen Unmengen Pfandflaschen und Dosen im Müll. Das belastet die Umwelt und wertvolle Rohstoffe gelangen nicht zurück in den Wiederverwertungskreislauf . Pfandgut im Wert von ca. 180 Millionen Euro pro Jahr im Müll verschwindet im Müll“, weiß Werner Flindt, SPD-Mitglied im Umweltausschuss zu berichten.

„Wer Pfandflaschen und Dosen nicht in den Müll wirft, sondern in Pfandringe stellt, zeigt sich solidarisch mit Menschen, die mit Pfandgut einen Teil ihres Lebensunterhalts finanzieren“, findet Christine Backs, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. „Das unwürdige Durchwühlen der Mülleimer birgt auch gesundheitliche Gefahren für Flaschensammler*innen, die sich beim Griff in die Mülleimer an scharfen Kanten und Spritzen verletzen oder durch Bakterien und Viren infizieren können“, fügt sie hinzu.

„Uns ist bewusst, dass durch Pfandringe weder das ökologische noch das soziale Problem grundsätzlich gelöst werden kann. Aber wenn man nicht vor Ort im Kleinen beginnt, kann global nichts erreicht werden“, sind sich beide einig.