Ein Team, ein Ziel:

Für Geesthacht!

Mit Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn (Sozialdemokrat) war erneut ein politisches Schwergewicht zu Gast in Geesthacht. Auf Einladung der SPD-Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Nina Scheer war Jean Asselborn nach Geesthacht gekommen. Er legte einen Zwischenstop auf dem Weg zum Europarat in Helsinki ein. Rund 150 Gäste, unter ihnen Bürgermeister Olaf Schulze, Bürgervorsteher Samuel Bauer, SPD-Europakandidat Enrico Kreft und die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Wagner-Bockey, waren in die Buntenskamphalle gekommen. Sie wurden nicht enttäuscht. Luxemburgs Außenminister zeigte sich als engagierter Pro-Europäer und erinnerte an die Anfänge der europäischen Union, der Montanunion. Für die junge Bundesrepublik und das kriegszerstörte Ruhrgebiet war die Montanunion ein sehr wichtiger Baustein des Wiederaufbaus und des deutschen Wirtschaftswunders.

Aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ist die Europäische Union geworden mit einem Parlament, gemeinsamer Außen-und Sicherheitspolitik, Freiheit beim Reisen und Arbeiten innerhalb der EU  und dem Euro als Währung in vielen Ländern.

Jean Asselborn machte deutlich, dass nur eine gemeinsame europäische Stimme international Beachtung finden kann – allein aufgrund des sinkenden europäischen Anteils an der Weltbevölkerung. Die Stabilität des Euros sei ein gutes Beispiel dafür, wie stark die Mitgliedsstaaten gemeinsam sind.

Nina Scheer hatte bereits in ihrer Begrüßung betont, wie wichtig ein gemeinsames Europa ist: „Wir alle sind gefragt, wenn es darum geht, auch künftig in einem Europa der Vielfalt und Solidarität zu leben, in dem das Miteinander zählt und nicht blinder und nationalistischer Populismus." Als dienstältester Außenminister in der Europäischen Union scheute sich Jean Asselborn nicht, klar Position zu beziehen. Als Wendepunkte für die EU-Politik benannte er die nationalistische Politik der Trump-Administration und das Brexit-Votum. Sorgen bereitetet ihm die Entwicklung in Polen und Ungarn mit dem Erstarken rechtskonservativer Politik, wie sie vom Ungarischen Ministerpräsidenten Victor Orbán betrieben wird. "Wir wollen in Europa eine freie Presse, eine freie Justiz und Gewaltenteilung! Für diese Werte in einem freien und sozialen Europa stehen Sozialdemokraten." In der ansschließenden Frage- und Diskussionrunde mit den Besuchern und Besucherinnen ging es u.a. um die Konsequenzen von Luxemburg-Leaks, Klimaschutz und die Uneinigkeit der EU in der Flüchtlings- und Migrationspolitik. Zum Abschluss zitierte Jean Asselborn Willy Brandt: "Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts!" Am Ende der Veranstaltung blieb der Eindruck, dass sowohl Jean Asselborn als auch die Besucherinnen und Besucher gerne noch länger als nur diesen einen Abend geblieben wären.

Fotos: Kai Treffan

↑ nach oben

Termine

27
Jun
Hauptausschuss
18:00 Uhr, Rathaus, Sitzungszimmer 213, 2. Etage
03
Aug
SPD auf der Geesthacht-Messe
10:00 Uhr, Alfred-Nobel-Schule
04
Aug
SPD auf der Geesthacht-Messe
10:00 Uhr, Alfred-Nobel-Schule